Was sind chronische myeloproliferative Erkrankungen?
Unter den chronischen myeloproliferativen Erkrankungen (MPD) fasst man mehrere Krankheitsbilder zusammen, deren gemeinsames Kennzeichen eine gesteigerte Produktion verschiedener Blutzellen im Knochenmark ist. Diese "Überproduktion" geht auf eine Störung der blutbildenden Stammzellen im Knochenmark zurück.
Abhängig von dem vorherrschend vermehrten Zelltyp unterscheidet man folgende Erkrankungen:
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ET |
Essentielle Thrombozythämie |
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PV |
Polycythaemia (rubra) vera |
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PMF/OMF |
Primäre Myelofibrose bzw. Osteomyelofibrose |
Es kommt vor, dass sich die Erkrankung zum Zeitpunkt der Diagnose nicht eindeutig zuordnen läßt. In diesem Stadium wird sie als "(noch) nicht klassifizierbare" MPD bezeichnet. In der Regel wird eine Zuordnung im weiteren Verlauf der Erkrankung möglich.
Die CML (Chronisch Myeloische Leukämie) zählte früher auch zu den MPDs, wird inzwischen jedoch aufgrund der zugrundeliegenden genetischen Veränderung (Philadelphia-Chromosom) und deren Konsequenzen für die Behandlung als eigene Erkrankung betrachtet. Patienten und Angehörige, die Informationen und Austausch zur CML suchen, wenden sich bitte an die:
